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Der erste Schnee

Unsere Hendln im Schnee

Hurra, endlich hat es geschneit!

Heute Nacht hat Frau Holle endlich ihre Tuchenten – das ist kein Geflügel – ausgebeutelt und fast 3 cm Schnee auf die Erde schweben lassen. Die Bäume, Sträucher, Wiesen, Häuser und Zäune sind wie mit Watte überzogen. Millionen glitzernder Kristalle bedecken die Erde auf zauberhafte Weise.

Um halb acht ist die Dämmerung so weit fortgeschritten, dass sich das vollautomatische Türl unseres Hendlstalls fast lautlos öffnet. Ein neuer Tag bricht an.

Gewöhnlich marschieren am Morgen alle Hendln im Hendlmarsch, eins nach dem anderen, aus dem Stall und begrüßen den Tag mit einem ersten Frühstück am Futterautomaten.

Doch diesmal: ratloses leises Gegacker, unschlüssiges Gemurmel, ungläubiges Glucksen – so etwas hatten meine Hendln noch nie gesehen. Alles war weiß. Keines konnte sicher sein, dass dieser weiße Teppich auch trägt, oder man in ihm untergeht. Die Pepi nahm sich ein Herz und streckte einen Fuß von der Hühnerleiter auf den Teppich und zog ihn rasch wieder zurück. Saukalt ist das auch, keppelte sie empört auf ihre Kolleginnen ein. Das ist ja wirklich unerhört, ereiferten sich die anderen Mädels.

Da musste ich einschreiten. Mit gutem Zureden beförderte ich mit sanftem Druck ein Hendl nach dem anderen aus dem Stall, direkt in den weißen Teppich hinein. Unter Protestgegacker, nach ein paar Hüpfern und Flügelschlägen landeten sie verdutzt im Schnee.

Da erst merkten sie, dass man darin stehen und gehen konnte, dass alles schön weich ist, dass es gar nicht so kalt ist und völlig ungefährlich zu sein scheint. Und der Futtertrog war auch nicht weit weg. Das Frühstück ist ja doch eine der wichtigsten Mahlzeiten am Tag. Meine Hendln hatten etwas fürs Leben gelernt.

Tipp: Wenn einmal mehr Schnee liegt, habe ich meinen Damen einige Wege frei geschaufelt, vor allem vom Stall zum Futterautomaten und Wasserspender, was sie dankbar angenommen haben. Im Tiefschnee fühlen sich unsere Hendln tatsächlich nicht sehr wohl.

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Alles neu für 2017!

Logan and chicken

Herzlich Willkommen auf unserer neuen Webseite – Hier entsteht unser kleiner, feiner Hendlstall mit allen Informationen die wir uns beim Einstieg gewünscht haben! Dieses wundervolle Foto stammt von Chase Elliott Clark, danke dafür. Mit einem Klick könnt ihr es groß öffnen, ausdrucken und schon einmal von den eigenen Hendln träumen.

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Ein Huhn, das rückwärts geht.

Seidenhühner sind wie Kleinkinder mit Windelpopo. Wusstet ihr, dass sie auch rückwärts gehen können?

Ich habe in meinem Hendlstall zwei Seidenhühner, ein weißes und ein schwarzes, mit den Namen Schneeflockerl und Rußflankerl. Diese possierlichen Tiere sind wahrlich eine Bereicherung unserer Hühnerschar. Sie sind zwar klein, können sich aber sehr gut gegen ihre größeren Artgenossen durchsetzen, wenn sie sich integriert haben. In der Hackordnung stehen sie zwar nicht an der Spitze, aber können sich auch gut behaupten.

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Hendl-Latein

Beobachtet einmal die Hühner in Ruhe, ihr werdet sehen wie unterschiedlich sie sich verhalten und welche Vielzahl von unterschiedlichen Gacklauten sie hervorbringen.

Eins unserer Hühner ist sehr musikalisch. Ja, kaum zu glauben, aber immer wenn ich in meinem Musikzimmer, welches sich im Keller befindet, musiziere, kommt „Schiller“ zum Fenster und lauscht den wohlklingenden Tönen. Wenn die Musik endet, klopft sie mit ihrem Schnabel ans Fenster und gackert harmonisch klingend nach. Erklingt erneut Musik, lauscht sie versonnen den Tönen.

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Zickenkrieg im Hendlstall!

Hühner brauchen keinen Hahn um Eier zu legen, nur wenn ihr züchten wollt. Habt ihr einen Hahn bei der Hühnerschar, werden die Hennen kaum zutraulich. Ist kein Gockel da, dann wird eine Henne zum Alphahuhn und hat das Sagen. Unter ihnen entsteht eine echte „Hackordnung“. Nicht nur beim Futter, sondern auch in der Legekiste wird eine Rangordnung eingehalten. Möchte ein untergeordnetes Huhn früher ein Ei legen, wird lauthals von den ranghöheren Hühnern protestiert.

Von unseren 14 Hühnern ist etwa die Hälfte sehr zutraulich. Wenn sie sich ducken wollen sie „gebuckt“ werden, da kann man sie aufnehmen und streicheln. Nachdem man sie wieder absetzt, schütteln sie sich, plustern ihr Gefieder auf und manche bedanken sich mit einem kurzen „gack“.