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Wen Fragen zur Geflügelpestverordnung?

Zur neuen Verordnung gibt es immer noch sehr vielen offene Fragen. Hier möchten wir andere Ansprechpartner aufzählen. Amtliche Auskünfte können euch die lokalen Amtstierärzte geben, wir haben wirklich gute Erfahrungen mit unseren gemacht. Für den Bezirk Gmünd ist Dr. Hiess zuständig, und für Fragen unter der Telefonnummer 02852/9025-25669 erreichbar. In Waidhofen könnt ihr Herrn Dr. Appel unter der Nummer 02842/9025-40669 anrufen.

Optimal ist natürlich wenn man sich mit den anderen Hendlhaltern der Gegend vernetzt, hierbei können wir gerne unterstützen. Am besten ihr ruft uns bei Fragen kurz an (0660 / 60 38 970) oder schreibt eine Nachricht an stephan@hendlstall.at – wir helfen gerne mit den besten Antworten.

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Wusstest du,

dass unsere Hendln gar nicht blöd sind?

Ein Hühnerhirn sollte nicht unterschätzt werden, auch wenn es nur walnussgroß ist.

In einer jüngst veröffentlichten Studie der US Amerikanischen Wissenschaftlerin Lori Marino: “Thinking chickens: a review of cognition, emotion, and behavior in the domestic chicken” weist sie nach, dass in unseren Hendln weit mehr Gefühl und Verstand steckt als weitläufig angenommen.

Selbstkontrolle beim Fressen

Nach einer Studie italienischer Forscher zum Beispiel können Küken rechnen: Die frisch geschlüpften Tiere sind zumindest in der Lage, große von kleinen Mengen zu unterscheiden, zeigten Tests mit gelben Plastikeiern. Zudem seien Hühner in der Lage, sich bis zu drei Minuten lang die Flugbahn eines Balls zu merken – was den Fähigkeiten der meisten Primaten bei solchen Versuchen entspreche.

Ein Huhn verfüge über ein gewisses Maß an Selbstkontrolle, führt Marino weiter aus: Es sei in der Lage, für besseres Futter den Schnabel zu halten und nicht gleich gierig loszufuttern. Auch sein Rang in der Hackordnung sei einem Huhn klar. Beide Merkmale wiesen auf einen gewissen Grad von Bewusstsein über das eigene Sein hin.

Sogar eine Art Mitgefühl

Komplexer als vielfach angenommen ist demnach auch die Kommunikation unter Hühnern. Neben 24 verschiedenen Lauten gebe es ein großes Repertoire visueller Zeichen. Die Tiere seien in der Lage, Zeitintervalle wahrzunehmen und auf Geschehnisse in der Zukunft zu schließen. Sie beobachteten und lernten voneinander und würden vom Verhalten ihrer Mütter geprägt – ganz so wie andere, als weitaus intelligenter eingestufte Lebewesen.

Auch eine Art Mitgefühl ist den Tieren eigen: Wurde Glucken gezeigt, dass ein Windstoß den Flaum ihrer Küken zerzauste, entwickelten sie ähnliche Stresssymptome wie der aufgeschreckte Nachwuchs. Demnach können Hühner den Standpunkt von Artgenossen einnehmen – wie es nur von wenigen Arten wie Raben und Primaten bekannt ist.

Verblüfft hat Forscher auch die Fähigkeit zum Täuschen und Tricksen: Unterlegene Hähne locken Hennen mit dem typischen Gebaren bei gefundenem Futter an – allerdings ohne die üblichen „Dok-dok“-Rufe, um den Alpha-Hahn nicht auf das Stelldichein aufmerksam zu machen.

Mehr zu lernen gibt es in diesem Artikel von science.ORF.at